Im Jahresdurchschnitt 2011 betrug die Gesamtzahl der entgeltlich bewohnten Hauptwohnsitz-Wohnungen etwa 1,93 Millionen. Dazu zählen HWS-Wohnungen, die unter dem Rechtstitel „Hauptmiete“, „Untermiete“ oder „Wohnungseigentum“ benützt werden, sowie Wohnungen unter sonstigen Rechtsverhältnissen, wenn dafür ein Entgelt entrichtet wird. Nicht einbezogen sind somit Wohnungen in Eigennutzung durch Eigentümer eines Gebäudes oder mit unentgeltlicher Nutzung, meist durch nahe Familienangehörige der Eigentümer.
Der durchschnittliche Aufwand pro Wohnung (Miete bzw.
Rückzahlung/Annuität bei Eigentumswohnungen und Betriebskosten –
sowie eventuell enthaltene Heizungs- und Garagen-/Abstellplatzkosten,
alle inkl. MWST) betrug im Jahr 2011 410 Euro pro Wohnung und lag damit
um 2,8% über dem Durchschnitt 2010 (399 Euro); mit 5,69 Euro pro Quadratmeter
Nutzfläche gegenüber 5,53 Euro war der Anstieg mit
Hinweis: Im computerunterstützten Fragebogen erscheint bei Folgebefragungen eine Warnung, wenn die Angaben zum Wohnungsaufwand von denen des Vorquartals deutlich abweichen (um mindestens 8%). Im Fall von Eigentumswohnungen bestehen „Warnings“ dahingehend, dass bei 20- bis 50%igen Abweichungen zum Vorquartal die Interviewer angewiesen werden, Rückfragen nach der Einhebung bzw. dem Wegfall einer Reparaturrücklage zu stellen. Bei noch höheren Abweichungen muss nach an- bzw. wegfallenden Darlehensrückzahlungen/Annuitäten gefragt werden (zusätzlich Hinweis darauf, dass nur solche, die direkt an die Hausverwaltung entrichtet werden, enthalten sein dürfen). Diese Maßnahmen waren zur mittelfristigen Qualitätssicherung notwendig.
Der höchste Aufwand pro Wohnung (inkl. der enthaltenen Garagen-/Abstellplatzkosten) wurde mit durchschnittlich 442 Euro in Vorarlberg entrichtet, gefolgt von Salzburg mit 436 Euro. Über dem österreichischen Durchschnitt von 410 Euro lag der Aufwand mit Euro 422 noch in Wien sowie mit Euro 420 in Tirol, während Oberösterreich mit Euro 407 sowie Niederösterreich mit Euro 394 knapp darunter lagen. Kärnten (377 Euro), die Steiermark (376 Euro) sowie das Burgenland (373 Euro - Stichprobenfehler hier allerdings auf ±10% erhöht) bildeten die Schlussgruppe dieser Reihung. Diese Rangordnung traf weitgehend auch auf den durchschnittlichen Aufwand pro Quadratmeter Nutzfläche zu, hier lag aber Salzburg mit 6,34 Euro an der Spitze, gefolgt von Wien (6,01 Euro) und Vorarlberg mit 5,88 Euro.