Straße

Die Strukturdaten zum fuhrgewerblichen Straßengüterverkehr und zum Werkverkehr geben unter anderem Auskunft über die Struktur der Arbeitsstätten in den österreichischen Bundesländern, welche über Lastkraft- und Sattelzugfahrzeuge verfügen und können damit als Maß für die Wirtschaftstätigkeit herangezogen werden. Betreffend den Personenverkehr wird die Anzahl der Omnibusse sowie der Arbeitsstätten mit solchen ausgewiesen.

Straßenverkehrszählungen auf Bundesstraßen wurden in fünfjährigen Abständen, letztmalig im Jahr 2000, durchgeführt. Die dadurch gewonnen Aussagen über das durchschnittliche tägliche Verkehrsaufkommen im Bereich der jeweils betrachteten Zählabschnitte, gegliedert nach Fahrzeugarten sowie nach Personen-, Güter-, Schwer-, Werktags-, Sonntags- und Urlaubsverkehrs fanden unter anderem Eingang in verkehrsplanerische Maßnahmen.

Die Erhebung zum Straßengüterverkehr bildet seit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Gemeinschaft die Verkehrsleistung österreichischer Unternehmen mit in Österreich zugelassenen Straßengüterfahrzeugen im In- und Ausland ab. Interessenten und Entscheidungsträgern stehen detaillierte statistische Angaben unter anderem zu der Zahl der eingesetzten Verkehrsmittel, zum Transportaufkommen und zur Transportleistung, getrennt nach Fuhrgewerbe und Werkverkehr sowie nach Verkehrsbereichen (Inlandverkehr, grenzüberschreitender Empfang und Versand, Transitverkehr und Sonstiger Auslandsverkehr) zur Verfügung.

Betreffend den Personenverkehr liegen ausschließlich freiwillige Jahresdaten zu den beförderten Personen im Linienomnibusverkehr vor, welche auch den Statistischen Übersichten entnommen werden können.

Die Kraftfahrzeugstatistik liefert fundierte Informationen sowohl über den Kfz-Bestand als auch über die Kfz-Neuzulassungen und Kfz-Gebrauchtzulassungen. Für die Politik, Gesellschaft und Wirtschaft stellen sie eine wichtige Entscheidungsgrundlage für verkehrspolitische Maßnahmen und verkehrsplanerische Ansätze dar.  
Die Kfz-Statistik wird seit dem Jahr 1937 von Statistik Austria für Österreich erstellt. Seit dem Jahr 1999 werden die Zulassungsdaten vom Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO) auf elektronischem Weg täglich an die Statistik Austria übermittelt. Ausgehend vom Kfz-Bestand des Vorjahres werden alle zugelassenen Fahrzeuge – alt wie neu - des Jahres hinzugerechnet und die Abmeldungen in Abzug gebracht, woraus sich der jährliche Bestand ergibt. Aus dem vorhandenen Datenmaterial der Neuzulassungen lassen sich überdies Informationen zu Kurzzulassungen (Kfz-Abmeldungen bis 7, 30, 60 und 90 Tage) sowie zu CO2- und Verbrauchswerten ableiten.

Auf Basis der Statistik der Straßenverkehrsunfälle mit Personenschaden wird das Unfallgeschehen auf Österreichs Straßen analysiert. Dadurch können beispielsweise Unfallhäufungsstellen aufgefunden und beseitigt oder andere verkehrstechnische, legistische und verkehrsorganisatorische Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit gesetzt werden. Dies trägt zu einer Reduzierung der enormen Unfallkosten und des daraus entstehenden volkswirtschaftlichen Schadens und nicht zuletzt zur Vermeidung menschlichen Leides bei.

Zur Vermeidung von Unfällen auf Grund technischer Gebrechen und aus Gründen des Umweltschutzes ist es notwendig, dass alle im Verkehr eingesetzten Fahrzeuge den gesetzlich vorgegebenen Standards entsprechen. Die im Rahmen der Wiederkehrenden Begutachtung gemäß §57a KFG (Kraftfahrgesetz) gewonnenen Daten liefern Informationen über den Zustand der vorgeführten Fahrzeuge.

Das Führerscheinregister, das im Bundesrechenzentrum eingerichtet ist, enthält sämtliche für die Ausstellung von Führerscheinen relevanten Informationen. Im Jahr 2008 wurden der Statistik Austria erstmals Daten aus dem Führerscheinregister zur Erstellung einer bundeseinheitlichen Statistik betreffend Führerscheinangelegenheiten übermittelt. Die ersten Auswertungen zu Führerscheinen und Lenkberechtigungen nach Klassen wurden, beginnend mit dem Berichtsjahr 2006, im Juli 2009 veröffentlicht.

    
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