Importpreisindex

Der Importpreisindex misst die durchschnittliche Preisentwicklung der aus dem Ausland importierten Waren. Gemäß der EU Konjunkturstatistik VO 1158/2005 ist Gegenstand der Preismessung der Importpreis („cif-Preis“  – für „cost, insurance, freight“) d.i.  jener Preis, zu dem die eingeführten Güter an der Einfuhrgrenze nachgewiesen werden. Er umfasst den ausländischen Ab-Werk-Preis, die Handelsspanne und die Versicherungs- und Transportkosten zwischen der Produktionsstätte im Ausland und der Grenze des Einfuhrlandes, enthält jedoch nicht die Einfuhrabgaben (Einfuhrumsatzsteuer, Zölle, Währungsausgleichsbeträge).

Der Importpreisindex ist ein wichtiges Instrument zur Messung der von den Auslandsmärkten importierten Inflation und stellt somit einen wichtigen Indikator zur Abschätzung der Preiseinflüsse aus dem Ausland auf die inländische Inflationsentwicklung dar. Neben der allgemeinen Wirtschafts- und Konjunkturanalyse dient der Importpreisindex vielen Marktteilnehmern als Orientierungshilfe bei der Marktbeobachtung. Außerdem wird ein Importpreisindex zur Deflationierung des Außenbeitrages in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung verwendet.

Die Berechnung des Importpreisindex basiert auf etwa 5.200 Preisinformationen, die für ca. 1.000 ausgewählte Warengruppen bei rund 1.300 Unternehmen vierteljährlich erhoben werden.

Der Importpreisindex wird derzeit auf Basis: Jahresdurchschnitt 2010=100 berechnet und publiziert. Die Weiterführung des Gesamtindex, der ÖCPA-Abschnitte und Abteilungen des Importpreisindex 2010=100 auf Basis 2007 ist mittels Verkettungsfaktoren möglich.

    
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