In den letzten Jahren setzte sich der Trend weg von
der Kohle und hin zu Komfortheizungen bei den Hauptheizsystemen weiter
fort. Daran haben Pellets und Hackschnitzel einen nicht unwesentlichen Anteil.
Ihr Gesamteinsatz stieg von 2007/2008 auf 2009/2010 um weitere 15% von
Die Fernwärme konnte in den letzten Jahren mit einer kontinuierlichen Steigerung von 6,9% auf 9,9% von 2003/2004 auf 2009/2010 leichte Anteilsgewinne am Gesamtenergieeinsatz verbuchen, während die Erdgas- und Stromanteile mehr oder weniger konstant blieben.
Im Gegensatz dazu verlor Heizöl in den letzten Jahren stetig Marktanteile. Sein Anteil sank von 24,9% 2003/2004 über 20,3% 2007/2008 auf zuletzt 19,0% 2009/2010. Kohle spielte in den letzten 10 Jahren mit Anteilen deutlich unter 2% nur mehr eine untergeordnete Rolle im Haushaltsbereich.
Betrachtet man ausschließlich den Energieträgereinsatz für Raumwärme zeigt sich zwischen 2003 und 2010 eine starke Verschiebung von Öl – sein Anteil sank in diesem Zeitraum um 7,0% von 31,9% auf 24,9% - zu Fernwärme und den biogenen Energieträgern. Fernwärme konnte ihren Anteil um 4,3% von 7,3% auf 11,6% erhöhen, die biogenen Energieträger verzeichneten eine Steigerung um 2,9% von 28,0% auf 30,9%. Die Anteile der Erneuerbaren (Wärmepumpen und Solarwärme) nahmen von 1,1% auf 2,7% zu während jene von Naturgas (rd. 24%) und elektrischem Strom (rd. 4,5%) während des gesamten Zeitraumes mehr oder weniger konstant blieben.
Eine Studie im Jahr 2006 über den Gaseinsatz in den Haushalten ergab, dass jährlich 12,80 m³
Gas pro m² Wohnfläche (= 128,34181 kWh) für das Heizen verbraucht werden,
für Warmwasser
127 m³ (=
Das „Strom- und Gastagebuch 2008“ stellt eine umfassende Sammlung von Daten zum Strom- und Gaseinsatz der Haushalte in Österreich dar. Im Rahmen einer Befragung in Haushalten wurden der Gerätebestand und seine Nutzung erhoben; zudem wurde von den Haushalten der spezifische Stromverbrauch verbrauchsrelevanter Geräte gemessen. Haushalte mit Gasanschluss meldeten darüber hinaus Daten zum Einsatz von Naturgas für Heizen, Warmwasser und Kochen. Aus den Daten wurde für Verbrauchskategorien wie Heizung, Warmwasserbereitung, Beleuchtung oder Haushaltsgroßgeräte und Unterhaltungselektronik der anteilige Stromverbrauch kalkuliert.
Der Bericht zum „Strom- und Gastagebuch 2008“ beinhaltet die Auswertung des Gerätebestands und den Strom- und Gaseinsatz nach Verbrauchskategorien. Zusatzinformationen über Alter, Größe oder Energieeffizienzklasse der vorhandenen Haushaltsgeräte wurden analysiert und flossen in die Ermittlung des Stromverbrauchs ein.
Waschmaschinen sind im Vergleich zu Kühlschrank oder Herd erkennbar jünger. Etwa 35% der Waschmaschinen sind jünger als 5 Jahre, im Gegensatz zu rund 25% der Kühlschränke und Herde. Wäschetrockner stellen die eindeutig jüngste Gerätekategorie dar, knapp die Hälfte ist jünger als 5 Jahre. Da bisher nur 14% der Haushalte mit einem Wäschetrockner ausgestattet sind, kann man auf ein hohes Wachstumspotential schließen. Für die Beleuchtung wird 8,6% des elektrischen Stroms aufgewendet. Glühbirnen dominieren noch immer, sie stellen 51% der vorhandenen Beleuchtungskörper, nur 7% sind derzeit Energiesparlampen. Hier lassen sich Einsparungspotentiale durch den Ersatz der Glühbirne mit effizienteren Beleuchtungskörpern erwarten.
Ein durchschnittlicher Haushalt hat 2008 einen aus
den Ablesungen der Zähler errechneten Gesamtstromverbrauch von
In der Winterperiode beträgt der Stromeinsatz durchschnittlich 14,4 kWh pro Tag. Er ist damit um etwa die Hälfte höher als in der Sommerperiode mit 9,7 kWh. Deutlich mehr Elektrizität wird im Winter für Heizung, Umwälzpumpen, Beleuchtung und Trocknen von Wäsche aufgewendet.
Im Rahmen dieses Projekts wurde eine Methode zur Verknüpfung von Datensätzen zum Stromverbrauch im Haushaltsbereich aus unterschiedlichen Erhebungen (Energieeinsatz der Haushalte 2004, 2006, 2008 und 2010 mit dem Strom- und Gastagebuch 2008) entwickelt.
In das Modell wurden neben Informationen zum Heizsystem, zum Gesamtstromverbrauch, zum Stromverbrauch für Raumheizung und Warmwasserbereitung sowie zum Kochen auch sozioökonomische Kriterien (Anzahl der Personen im Haushalt, Rechtsverhältnis am Wohnraum), Gebäudekriterien (Errichtungszeitraum des Wohngebäudes, Wohnnutzfläche, Anzahl der Wohnungen im Gebäude) und regionale Kriterien (urbane vs. ländliche Regionen) aufgenommen.
Die Datensätze wurden für den Zeitraum 2003 bis 2010 verknüpft und eine Prognose für das Jahr 2011 erstellt. Daraus wurden Zeitreihen für die detaillierten Verwendungszwecke von Strom in Privathaushalten generiert.