Über den Kunsthandel stehen vor allem Daten aus der Außenhandelsstatistik zur Verfügung, wobei dieser durch die Warengruppe Kunstgegenstände definiert ist. Die Systematik der Wirtschaftszweige lässt dagegen keine Identifikation des Kunsthandels bzw. von Galerietätigkeit (im Sinn der Propagierung aktueller Kunst) zu. Kommerzielle Kunstgalerien sind vielmehr unter „Sonstiger Einzelhandel“ subsumiert und werden daher in Publikationen der Wirtschaftsstatistik nicht eigens ausgewiesen.
Der Außenhandelsstatistik zufolge wurden im Jahr 2010 Kunstgegenstände, Sammlungsstücke und Antiquitäten im Wert von 148 Mio. Euro in Österreich eingeführt, darunter Gemälde, Zeichnungen und Collagen im Wert von 111 Mio. Euro sowie Werke bildhauerischen Schaffens im Wert von 12 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das insgesamt eine Zunahme der Einfuhrwerte um 36%. Ausgeführt wurden 2010 Kunstgegenstände, Sammlungsstücke und Antiquitäten im Wert von 97 Mio. Euro, darunter Gemälde, Zeichnungen und Collagen im Wert von 64 Mio. Euro und bildhauerische Werke im Wert von 10 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr gab es somit beinahe keine Veränderungen.
Dominierendes Ursprungsland in Bezug auf Gemälde, Zeichnungen und Collagen war 2010 Deutschland (Einfuhrwert von 30 Mio. Euro) knapp vor den Vereinigten Staaten (28 Mio. Euro) Daneben wurde am intensivsten Handel getrieben mit Italien (14 Mio. Euro) und der Schweiz (11 Mio. Euro). Als Bestimmungsland von Gemälden, Zeichnungen und Collagen war 2010 Deutschland von größter Bedeutung (14 Mio. Euro), vor den Vereinigten Staaten mit fast 12 Mio. Euro und dem Vereinigten Königreich (11 Mio. Euro).
| Einfuhr und Ausfuhr von Kunstgegenständen, Sammlungsstücken und Antiquitäten 2001 bis 2010 | |||
|---|---|---|---|
| Einfuhr und Ausfuhr von Kunstgegenständen 2010 nach Ländern | ![]() |