Etwa 70% des Wanderungsgewinns bei den nicht-österreichischen
Staatsangehörigen entfielen auf Bürgerinnen und Bürger der EU (absolut
+28.524 Personen). Die zahlenmäßig mit Abstand größte Gruppe waren
dabei Deutsche (+6.463 Personen), gefolgt von rumänischen (+6.163)
und ungarischen (+4.359) Staatsangehörigen. Ebenfalls bedeutsam waren
die Wanderungsgewinne mit Polen (+3.361 Personen) und der Slowakei (+2.198).
Zwei Drittel (67%) der Zuwanderer aus der EU stammten aus den seit 2004
beigetretenen zwölf Staaten (Tabelle 1).
Der Wanderungssaldo mit Nicht-EU-Staaten erhöhte
sich 2011 mit +12.650 Personen gegenüber dem Vorjahr (+9.415) um gut
ein Drittel (34%). Knapp zwei Fünftel der Netto-Zuwanderung von Drittstaatsangehörigen
im Jahr 2011 entfielen auf europäische Staatsangehörige, während
es im 2010 noch gut zwei Drittel gewesen waren. Insbesondere die Wanderungssalden
mit Staatsangehörigen des ehemaligen Jugoslawiens ausgenommen Slowenien
(+2.497) sowie der Türkei (+629 Personen) verminderten sich stark.
Hingegen verdoppelten sich die Wanderungsgewinne bei Staatsangehörigen
der Russischen Föderation (+1.137) sowie der asiatischen Staaten (+5.535)
gegenüber 2010 (+590 bzw. +2.288). Auch der Wanderungsgewinn mit Afrika
verzeichnete einen deutlichen Anstieg auf +1.214 Personen (2010: +431).
Insgesamt zeigte sich bei den Wanderungssalden mit den Nicht-EU-Staaten
eine Verschiebung zu außereuropäischen Staatsangehörigen.
Auf Ebene der Bundesländer blieb Wien das wichtigste
Ziel der internationalen Zuwanderung nach Österreich. Mehr als ein
Drittel des Wanderungssaldos (36% bzw. +12.954 Personen) entfiel 2011
auf die Bundeshauptstadt, gefolgt von Oberösterreich (+5.307), Niederösterreich
(+4.499) und der Steiermark (+3.683 Personen). Innerhalb der Bundesländer
konzentrierte sich die internationale Zuwanderung vor allem auf die
Landeshauptstädte und ihre Umländer; in Tirol, Salzburg und Kärnten
auch auf touristisch geprägte Regionen sowie im Falle Niederösterreichs
auf das südliche Wiener Umland.