Die Bevölkerungsentwicklung in Österreich hat in
den letzten Jahren die Bevölkerungsstruktur nach Alter und Geschlecht
entsprechend geprägt. Zahl und Anteil der Kinder und Jugendlichen (Personen
unter 15 Jahren) ist in vielen Regionen gesunken, während die Bevölkerung
im nicht-mehr-erwerbsfähigen Alter (65 Jahre und älter) zahlen- und
anteilsmäßig stark an Gewicht gewonnen hat. Die erwerbsfähige Bevölkerung
im Alter von 15 bis unter 64 Jahren hatte in den letzten Jahren vor
allem durch Zuwanderung aus dem In- und Ausland starke Zuwächse verzeichnet,
insbesondere in den Stadtagglomerationen. In ländlichen Gebieten war
dagegen ein Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung in unterschiedlichem
Ausmaß zu beobachten.
Aktuelle Jahresergebnisse
Am 1.1.2012 lebten in Österreich 1,714 Mio. Kinder
und Jugendliche (unter 20 Jahre), das entsprach 20,3% der Gesamtbevölkerung.
Die höchsten Anteilswerte verzeichneten die Bundesländer Vorarlberg
(23,0%) und Oberösterreich (21,5%) sowie Salzburg und Tirol (je 21,1%).
Dies ist einerseits auf die über dem Bundesdurchschnitt liegende Fertilität
zurückzuführen, anderseits auf die anhaltend hohe Zuwanderung jüngerer
Menschen und Familien aus dem Ausland. Rund 5,230 Mio. Einwohnerinnen
und Einwohner standen am 1.1.2012 im Erwerbsalter zwischen 20 und 64
Jahren, das entsprach 61,9% der Gesamtbevölkerung. Deutlich über dem
landesweiten Durchschnitt lag die Bundeshauptstadt Wien mit 63,9%. Zum
Stichtag waren rund 1,499 Mio. Menschen im nicht-mehr-erwerbsfähigen
Alter von 65 und mehr Jahren, was 17,8% der Gesamtbevölkerung ausmachte.
Nach Bundesländern zeigte sich, dass die Anteile älterer Personen
im Burgenland und in Kärnten (je 19,5%) sowie in der Steiermark (18,9%)
deutlich über dem landesweiten Durchschnitt lagen. In Tirol (16,5%)
und in Vorarlberg (15,7%) lag der Anteil älterer Personen hingegen
stark unter dem Bundesdurchschnitt.