Hauptdaten

Der Außenhandel Österreichs im Jahr 2010 (Endgültige Ergebnisse)

Überblick

Der österreichische Außenhandel wies nach endgültigen Ergebnissen für das Gesamtjahr 2010 sowohl bei den Einfuhren als auch bei den Ausfuhren Zuwächse im Handelsvolumen auf. Die Einfuhren stiegen um 16,5% auf 113,65 Mrd. Euro und die Ausfuhren um 16,7% auf 109,37 Mrd. Euro. Diese Entwicklung stützte sich sowohl auf den Handel mit den Partnerländern der EU (Eingänge: +15,5% auf 82,35 Mrd. Euro; Versendungen: +16,0% auf 77,14 Mrd. Euro) als auch auf den Warenverkehr mit Drittstaaten (Importe: +19,1% auf 31,31 Mrd. Euro; Exporte: +18,4% auf 32,23 Mrd. Euro). Die Außenhandelsbilanz zeigte ein Passivum von 4,28 Mrd. Euro; der Vergleichswert für 2009 lag bei 3,83 Mrd. Euro. Der wertmäßige Deckungsgrad der Einfuhren durch die Ausfuhren stieg im Jahr 2010 um 0,2 Prozentpunkte auf 96,2%.

Den aktuellsten Schnellbericht finden Sie rechts unter „Publikationen“. Ältere Schnellberichte befinden sich am Seitenende unter „Weitere Informationen“. 
Weiterführende Informationen über die Hauptergebnisse des grenzüberschreitenden Warenverkehrs von Österreich ab 1995 erhalten Sie im Wirtschaftsatlas (siehe „Publikationen und Services“).

Warenverkehr nach Warengruppen

In der Ausfuhr verzeichneten erneut Maschinen und Fahrzeuge die größten absoluten Zuwächse. Der SITC-Einsteller legte um 6,07 Mrd. Euro auf 41,36 Mrd. Euro zu (+17,2%). Dafür verantwortlich waren vor allem Elektrische Maschinen und Geräte mit einem Plus von 1,72 Mrd. Euro sowie Straßenfahrzeuge mit einem Zuwachs von 1,47 Mrd. Euro. Der Vergleichswert von Maschinen und Fahrzeugen für 2008, dem Jahr mit den bisher höchsten Außenhandelsvolumina, lag bei 46,64 Mrd. Euro und somit noch deutlich über den aktuellen Werten. Der Ausfuhrwert von Bearbeiteten Waren stieg in der Berichtsperiode um 4,08 Mrd. Euro auf 25,16 Mrd. Euro. Zwar lag der Ausfuhrwert von Maschinen und Fahrzeugen deutlich höher, relativ betrachtet verzeichneten Bearbeitete Waren mit 19,3% jedoch ein stärkeres Wachstum.

Bei den Einfuhren Österreichs legten Maschinen und Fahrzeuge wertmäßig ebenfalls am deutlichsten zu (+4,72 Mrd. Euro auf 36,96 Mrd. Euro; +14,6%). Straßenfahrzeuge waren hier mit einem Plus von 1,64 Mrd. Euro für den größten wertmäßigen Zuwachs verantwortlich. Die Einfuhr von Bearbeiteten Waren stieg im Jahr 2010 um 3,17 Mrd. Euro, woraus eine Einfuhr von insgesamt 18,06 Mrd. Euro resultierte (+21,3%). Der Einfuhrwert bei Brennstoffen und Energie erhöhte sich um 2,32 Mrd. Euro, was einem relativen Zuwachs von 23,6% entsprach – bei einem gleichzeitigen mengenmäßigen Plus von 3,7%.

Warenverkehr mit EU27

Insgesamt waren in der Berichtsperiode 72,5% der gesamten Einfuhren (2009: 73,1%) und 70,5% der gesamten Ausfuhren (2009: 71,0%) dem Handel mit den Mitgliedstaaten der EU zuzurechnen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode verlor die Europäische Union somit Anteile an Länder außerhalb der EU. Die Wareneingänge aus den EU-Partnerländern stiegen im Jahr 2010 um 15,5% auf 82,35 Mrd. Euro. Die Warenversendungen in diese Länder verzeichneten einen Anstieg von 16,0% auf 77,14 Mrd. Euro. Das Passivum im Handel mit der EU erhöhte sich im Vergleich zu 2009 von 4,77 Mrd. Euro auf 5,20 Mrd. Euro. Der wertmäßige Deckungsgrad der Eingänge durch die Versendungen erhöhte sich dennoch um 0,4 Prozentpunkte auf 93,7%.

Maschinen und Fahrzeuge zeigten im Handel mit der Europäischen Union in beiden Verkehrsrichtungen die größten absoluten Zuwächse (Eingänge: +3,52 Mrd. Euro auf 28,22 Mrd. Euro; Versendungen: +3,62 Mrd. Euro auf 27,69 Mrd. Euro). Innerhalb dieser Warengruppe legten einfuhrseitig Straßenfahrzeuge am deutlichsten zu (+1,47 Mrd. Euro auf 9,39 Mrd. Euro), während ausfuhrseitig Elektrische Maschinen und Geräte (+1,20 Mrd. Euro auf 5,42 Mrd. Euro) hauptverantwortlich für das Wachstum zeichneten.

Im Handel mit den seit 2004 beigetretenen Mitgliedstaaten verzeichneten vor allem die Eingänge überdurchschnittliche Wachstumsraten. Diese stiegen im beobachteten Zeitraum um 29,2% auf 14,53 Mrd. Euro. Die Versendungen legten um 14,6% auf 17,45 Mrd. Euro zu. Gemessen an der Handelsintensität blieben wie auch im Vorjahr die Nachbarländer Tschechische Republik mit 8,33 Mrd. Euro und Ungarn mit 6,48 Mrd. Euro die wichtigsten Handelspartner.

Warenverkehr mit Drittstaaten

Der Handel mit Drittstaaten, welcher 2010 28,5% des gesamten Außenhandels einnahm, zeigte im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum eine überdurchschnittliche Entwicklung und gewann Anteile hinzu. Die Importe aus den Nicht-EU-Staaten stiegen um 19,1% auf 31,31 Mrd. Euro, die Exporte um 18,4% auf 32,23 Mrd. Euro. Das Aktivum der Handelsbilanz verringerte sich im Vergleich zu 2009 geringfügig auf nunmehr 0,92 Mrd. Euro. Der Deckungsgrad der Importe durch die Exporte belief sich auf 102,9%.

Maschinen und Fahrzeuge verzeichneten nicht nur die mit Abstand höchste Handelsintensität im Handel zwischen Österreich und Drittländern, sie legten auch in beiden Verkehrsrichtungen weiter zu (Importe: +16,0% auf 8,74 Mrd. Euro; Exporte: +21,9% auf 13,67 Mrd. Euro). Überdurchschnittliche Veränderungsraten erzielte im beobachteten Zeitraum die Einfuhr von Rohstoffen sowie Chemischen Erzeugnissen. Der Einfuhrwert bei Rohstoffen legte um 85,7% auf 1,87 Mrd. Euro zu, bei Chemischen Erzeugnissen war ein Plus von 34,2% auf 4,06 Mrd. Euro zu beobachten.

Der Außenhandel Österreichs 2010
Jänner – Dezember
JahrEinfuhrAusfuhrEinfuhr- (-) bzw. Ausfuhrüberschuss (+)Zu- (+) Abnahme (-) gegenüber Vorjahr Anteil
EinfuhrAusfuhrEinfuhrAusfuhr
1.000 EuroProzent
Insgesamt
2010113.652.123109.372.708-4.279.41416,516,7100100
200997.574.00393.739.240-3.834.763  100100
EU27
201082.345.26077.144.848-5.200.41215,516,072,570,5
200971.291.75566.526.689-4.765.066  73,171,0
Drittstaaten
201031.306.86332.227.861920.99819,118,427,529,5
200926.282.24827.212.550930.302  26,929,0
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Ergebnisse im Überblick: Außenhandel- Hauptdaten 2010 (endgültige Ergebnisse)HTMLPDFXLSX
Außenhandel: Einfuhr, Ausfuhr mit Bilanz und Anteilen; 2010 (endgültige Ergebnisse)HTMLPDFXLSX
Außenhandel: Tabellen zum Schnellbericht Gesamtjahr 2010 (endgültige Ergebnisse)XLSX
Außenhandel: Tabellen zum Schnellbericht Jänner bis Oktober 2011 (vorläufige Ergebnisse)XLSX
Datentabellen zur Pressekonferenz: 2009 und 1. Quartal 2010PDF



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