Verkehr

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Mit der Klassifikationsumstellung auf die ÖNACE 2008 kommen im Wirtschaftsatlas Österreich zwei verschiedene ÖNACE-Klassifikationen zur Anwendung. Bitte beachten Sie die jeweilige ÖNACE-Bezeichnung in den Texten, Tabellen und Grafiken (Weitere Informationen finden Sie in den „Besondere Hinweise zu den Daten“).

Das Kapitel Verkehr präsentiert zahlreiche Wirtschafts- und Konjunkturdaten (wie z.B. Strukturdaten, Kennzahlen und Indizes) im Jahresverlauf sowie das österreichische Transportaufkommen im Güterverkehr, die Ihnen gemeinsam einen Überblick über die Entwicklung der österreichischen Verkehrsbranche (hierunter fallen u.a. der Landverkehr - wie z.B. Eisenbahn-, Autobus- und Straßenbahnverkehr, Betrieb von Taxis, Güterbeförderung auf der Straße - Schifffahrt, Flugverkehr, Verkehrshilfs- und -nebentätigkeiten, wie z.B. Frachtumschlag und Lagerei, Reisebüros, Speditionen sowie die Nachrichtenübermittlung, wie z.B. die Post- und Kurierdienste) liefern sollen. Dabei stehen Zeitreihen ab dem Jahr 1995 nach der ÖNACE 2003 zur Verfügung. Aktuelle Statistiken, nach der neuen ÖNACE 2008, werden inklusive aller vorhandenen Rückrechnungen angeboten (siehe diesbezüglich auch „Besondere Hinweise zu den Daten“ unter dem Reiter „Hinweise/Hilfe“).

Das Wirtschaftswachstum im Bereich Verkehr und Nachrichtenübermittlung (ÖNACE 2008-Abschnitt H) zeigte nach dem stärksten Minus seit 1996 im Vorjahr (2009: -7,9%) 2010 ein Minus von 1,1%.  Die Wirtschaftsstruktur im Bereich Verkehr (ÖNACE 2008) zeigt für das Jahr 2009 folgendes Bild: Rund 13.800 Unternehmen mit beinahe 211.600 Beschäftigten erzielten Umsatzerlöse in Höhe von 34 Mrd. Euro. Der Personalaufwand für die rund 199.000 unselbständig Beschäftigten betrug 8,5 Mrd. Euro, für Investitionen in Sachanlagen wurden rund 4,9 Mrd. Euro aufgewendet.

Die Unternehmen im Bereich Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) nahmen wie die anderen Branchen am Aufschwung der Internetnutzung im Unternehmensbereich teil: so stieg der Anteil der Unternehmen mit Breitbandanschluss von 30,1% im Jahr 2003 auf 68,7% im Jahr 2010. Die Zahl der Arbeitslosen sank gegenüber dem Vorjahr wieder deutlich. So waren 2010 mit 8.496 Arbeitslosen um 10,7% weniger Personen im Bereich Verkehr ohne Job als noch im Vorjahr. Der Motorisierungsgrad, die Zahl der PKW je 1.000 Einwohner, verzeichnete von 1995 bis 2010 ein Plus von 15% von 461,0 auf 530,3 PKW pro 1.000 Einwohner. Die privaten Haushalte gaben 2009 rund 3,4 Mrd. Euro für Verkehrsdienstleistungen aus, das entspricht einer Steigerung von 74,3% gegenüber dem Jahr 1995, in dem die Konsumausgaben noch rund 2,0 Mrd. Euro betrugen.

Das gesamte Transportaufkommen betrug 2010 ca. 450 Mio. Tonnen, im Gegensatz dazu wurden im Jahr 1995 317 Mio. Tonnen Güter befördert, woraus sich eine Steigerung von 42% ergibt. Nach einem starken Rückgang des gesamten Transportaufkommens im Jahr 2009 mit -11,4% gegenüber dem Vorjahr, erholt sich das Transportaufkommen wieder schwach mit einer Steigerung von 1,1% gegenüber 2009. Österreichische Straßengüterfahrzeuge beförderten 2010 nahezu 331 Mio. Tonnen an Gütern (1995 waren es ca. 243 Mio. Tonnen), gefolgt von der Schiene mit 108 Mio. Tonnen, die gegenüber 1995 (wo 65 Mio. Tonnen transportiert wurden) eine kräftige Steigerung verzeichnen konnte. Mit dem Schiff wurden 2010 immerhin 11,1 Mio. Tonnen an Gütern befördert, der Luftverkehr verzeichnete 2010 nur an die 0,3 Mio. Tonnen.

Der Flugverkehr verzeichnete 2010 ein Plus von 4,8% gegenüber 2009. Der Umsatzindex im Landverkehr entwickelte sich nach einem Rückgang im Jahr 2009 wieder positiv mit einem Plus von 3,1% im Jahr 2010. Nachdem der Beschäftigtenindex im Landverkehr bereits 2009 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken ist (-1,3%), setzt der Index seinen Abwärtstrend im Jahr 2010 mit einer Veränderung von -1,7% gegenüber dem Vorjahr fort. Der arbeitstägig bereinigte Arbeitskostenindex im Verkehr und Nachrichtenwesen stieg um 3,2% gegenüber dem Vorjahr und um 27,1% seit dem Jahr 2000.

Die Unternehmen im Bereich Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) sind zu einem großen Teil klein- und mittelbetrieblich strukturiert. Im Jahr 2009 arbeiteten 81,2% (ca. 11.200) aller Unternehmen des Wirtschaftsbereichs mit weniger als 10 Beschäftigten. Diese Unternehmen trugen jedoch nur 8,8% (1,1 Mrd. Euro) zur Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten bei und boten 14,8% (ca. 31.300) aller Beschäftigten in dieser Branche Arbeit. Die wirtschaftliche Dominanz der großen Unternehmen dieses Wirtschaftsbereiches wird bei der Analyse der Beschäftigtengrößenstruktur ersichtlich. 60 Unternehmen (0,4%) waren mit mehr als 250 Beschäftigten tätig. In diesen Unternehmen fanden 59,4% (ca. 104.600) der Beschäftigten dieser Branche einen Arbeitsplatz.

Innerhalb der EU-27 (siehe: Branchendaten im EU-Vergleich) arbeiteten 2008 ca. 1,1 Mio. Unternehmen mit rund 12,5 Mio. Beschäftigten, die im Bereich Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von knapp 477 Mrd. Euro leisteten. Die höchste Zahl an Unternehmen war in Spanien angesiedelt (rund 224.000), gefolgt von Polen (rund 149.000), wohingegen Deutschland die größte Zahl an Beschäftigten (ca. 1,9 Mio.) aufwies und damit vor dem Vereinigten Königreich lag (rund 1,3 Mio. Beschäftigte). Die meisten Unternehmen pro 1000 Einwohner verzeichnet Spanien (5), gefolgt von Zypern (4,6) (Österreich: 1,7 Unternehmen pro 1000 Einwohner). Die Umsatzerlöse pro Beschäftigte betrugen 2008 im europäischen Durchschnitt (EU27) rund 104.000 Euro, wobei Österreich mit nahezu 175.000 Euro deutlich über diesem Wert liegt. Die höchsten Umsatzerlöse pro Beschäftigte wurden mit fast 242.000 Euro in Belgien erzielt. Mit einem durchschnittlichen Personalaufwand von rund 41.200 Euro pro unselbständig Beschäftigten lag Österreich auch über dem Durchschnitt der EU27 von rund 31.600 Euro.

Im Bundesländervergleich (siehe: Branchendaten nach Bundesländern) verzeichnete im Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) für das Jahr 2009 Salzburg mit 2,5 Betrieben die höchste Zahl an Betrieben pro 1.000 Einwohner, bei einem österreichischen Durchschnitt von 1,6 gefolgt von Wien und Tirol mit 2,0 bzw. 1,9 Betrieben pro 1.000 Einwohner. In absoluten Zahlen lag Wien mit 3.396 Betrieben, die 92.243 Beschäftigte hatten und Betriebserlöse von 13,2 Mrd. Euro umsetzten, an erster Stelle. Hinsichtlich der Betriebserlöse pro Beschäftigtem insgesamt lag Niederösterreich an der Spitze (252.117 Euro), gefolgt von Salzburg (177.049 Euro) und Vorarlberg (154.030 Euro), der Österreichschnitt lag 2009 bei 160.805 Euro. Die Bruttolöhne- und Gehälter pro unselbständig Beschäftigtem waren in Niederösterreich mit 36.446 Euro am höchsten und im Burgenland mit 24.212 Euro am niedrigsten, wobei der Österreichschnitt 32.887 Euro betrugen.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (in der rechten Infobox) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

  • Tabelle(n)
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  • Hinweise / Hilfe
  • Spezielle Auskünfte
Verkehr(ÖNACE 2008: Abschnitt H) - Ausgewählte Strukturmerkmale 2009HTMLPDFXLSX
Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) - Ausgewählte Strukturmerkmale 2009 nach BeschäftigtengrößenklassenHTMLPDFXLSX
Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) - Ausgewählte Wirtschaftskennzahlen 2009HTMLPDFXLSX
Eckdaten im Bereich Verkehr und Nachrichtenübermittlung (ÖNACE 2003: Abschnitt I) für die EU27, Österreich und Nachbarländer:
2007 und Entwicklung seit 2000
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Eckdaten im Bereich Verkehr und Lagerei (ÖNACE 2008: Abschnitt H) nach Bundesländern 2009HTMLPDFXLSX
Entwicklung ausgewählter Indizes im Bereich Verkehr und Lagerei (ÖNACE 2008: Abschnitt H) seit 2003HTMLPDFXLSX
Entwicklung der Kfz-Neuzulassungen, der beförderten Personen auf der Schiene und im Luftverkehr sowie der Konsumausgaben privater Haushalte für Verkehrsdienstleistungen seit 1995HTMLPDFXLSX
Entwicklung des Transportaufkommens nach Verkehrsträgern seit 1995HTMLPDFXLSX
Ausgewählte Merkmale des Verkehrs (ÖNACE 2008: Abschnitt H) im europäischen Vergleich 2008HTMLPDFXLSX


Wirtschaftswachstum in Verkehr und Lagerei &x28;ÖNACE 2008: Abschnitt H&x29; 1996 bis 2010 real

Transportaufkommen nach Verkehrsträgern 1995 bis 2010

Motorisierungsgrad und Kfz-Neuzulassungen seit 1995

Entwicklung des Personalaufwands je unselbständig Beschäftigtem in Verkehr und Nachrichtenübermittlung &x28;ÖNACE 2003: Abschnitt I&x29; im europäischen Vergleich

Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem in Verkehr und Nachrichtenübermittlung &x28;ÖNACE 2003: Abschnitt I&x29; im europäischen Vergleich


Wie verwende ich den Wirtschaftsatlas

Besondere Hinweise zu den Daten (PDF, 294KB)

Glossar (PDF, 266KB)

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